Rajasthan Gruppenreisen (Indien)

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Rajasthan Gruppenreisen : 2017 - 2018

Reiseangebote direkt vom deutschsprachigen lokalen Anbieter (buchbar auch als individuelle Reise)

 

Rajasthan Reisen

31 Tage Rajasthan Reise 
28 Tage Rajasthan Reise
24 Tage fort und paläste Reise
19 Tage Rajasthan & Nordindien
18 Tage Rajasthan Rundreise
 

17 Tage Rajasthan Ferien
17 Tage Paläste von Rajasthan
16 Tage Rajasthan mit Pushkar
16 Tage kulturelle Reise
15 Tage Rajasthan Tour
 

14 Tage Heritage  Reise
14 Tage Rajasthan und Goa
13 Tage Rajasthan Urlaub
13 Tage  in der Thar Wüste
12 Tage Rajasthan Tour 
 

11 Tage Jungle Safari in
11 Tage Shekhawati Wüste
11 Tage Rajasthan Tour
11 Tage inklusive Agra & Ajanata
10 Tage Rajasthan Wüstendreieck
 

10 Tage Rajasthan & Agra Reise
8 Tage Taj Mahal Tour
8 Tage Taj Mahal und Wildnis
8 Tage Rajputana Tour
8 Tage  Dreieck mit Mandawa
8 Tage Delhi-Jaipur und Agra
 

7 Tage Rajasthan Tour
7 Tage königliches Rajasthan
7 Tage - die wüstenstädte in Raj.
6 Tage Berg Tour von Rajasthan
5 Tage Rajasthan Urlaub
5 Tage Pushkar und  Udaipur
 

4 Tage Sariska Reise
4 Tage in der Rosarote Stadt
4 Tage - Wüste von Rajasthan
 

14 Tage Rajasthan Wanderreise
21 Tage Rajasthan Wanderreise
25 Tage Rajasthan Wanderreise


15 Tage Rajasthan und Gujarat Rundreise
(14 Tage / 13 Nächte)
(Delhi – Mathura – Agra – Karauli – Jaipur – Pushkar – Jojawar – Udaipur – Dungarpur – Ahmedabad – Bhavnagar – Palitana – Bhavnagar - Mumbai)

15 Tage Rajasthan Reise zum Kennenlernen
(15 Tage / 14 Nächte)
(Delhi – Agra – Fatehpur Sikri – Jaipur – Pushkar – Udaipur – Ranakpur – Jodhpur – Osian –
Jaisalmer – Bikaner – Mandawa - Delhi)


17 Tage Rajasthan mit Pushkar
(17 Tage / 16 Nächte)
(Delhi – Mandawa – Bikaner – Jaisalmer – Osian - Jodhpur – Ranakpur – Udaipur – Pushkar – Jaipur – Fatehpur Sikri – Agra – Delhi)

18 Tage Rundreise durchs ländliche Rajasthan
    (Delhi - Churu - Bikaner - Siana - Jodhpur - Pali - Ranakpur - Bhindar - Udaipur - Chittaurgarh - Bijaipur - Jaipur - Karauli - Dholpur - Agra -
    Fatehpur Sikri - Bharatpur - Delhi)

 20 Tage Rajasthan und Nordindien Reise
(20 Tage / 19 Nächte)
     (Delhi – Mandawa – Bikaner – Jaisalmer – Osian - Jodhpur – Ranakpur – Udaipur – Pushkar – Jaipur – Fatehpur Sikri –
    Agra - Gwalior - Orchha - Khajuraho - Varanasi – Delh


22 Tage Paläste von Rajasthan
(22 Tage / 21 Nächte)
(Delhi – Nawalgarh – Jaipur – Pachewar – Khimsar – Gajner – Phalodi – Jaisalmer – Pokaran –Osian – Jodhpur – Ranakpur – Bambora – Udaipur – Bambora – Bijaipur – Bundi – Ranthambore – Karauli – Fatehpur Sikri – Agra - Delhi)
 

!!! Wichtige Hinweise & Reiseinformationen !!!

 

Einreisebestimmungen:

Für die Einreise nach Indien ist ein Visum zwingend notwendig. Touristenvisa werden grundsätzlich mit einer Gültigkeitsdauer von 6 Monaten ab dem Tag des Austellungsdatums erlassen, wobei nach erfolgter Ausreise aus Indien eine erneute Einreise erst nach 2 Monaten wieder möglich ist. Visa sind bei der zuständigen Auslandsvertretung zu beantragen und werden nur in Verbindung mit einem Reisepass der i.n.R. noch 6 Monate über das Reisende hinaus gültig ist, erteilt.  Der  Preis für deutsche Staatsbürger liegt aktuell bei etwa 65,00 €. Die Wartezeit beträgt durchschnittlich 2- 3 Wochen. Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht möglich. Bitte kümmern Sie sich daher frühzeitig um die  ordnungsgemäße Beantragung Ihres Visums. Die entsprechenden Kontaktdaten der zuständigen Konsulte haben wir unter folgendem Link (auf unserer Indien-Webseite) für Sie bereit gestellt: Indien Visum

 

Gesundheit, Impfungen und Hygiene:

Für die Einreise nach Indien sind keine Impfungen vorgeschrieben, da die Gesundheitsrisiken für Internationale Besucher relativ gering sind. Das Auswärtige Amt empfiehlt dennoch, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch- Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch gegen Masern, Mumps, Röteln,  Influenza (Grippe) und Pneumokkoken. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert  und ist bei direkter Einreise aus Europa nicht nötig. Als Reiseimpfungen können überdies  Impfungen gegen Hepatitis A und Thyphus, bei Langzeitaufenhalten oder bei besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut , Meningitis und japanische Encephalitis erwogen werden. Bitte halten Sie diesbezüglich Rücksprache mit Ihrem Arzt. Die Hauptkrankheitsursachen in Indien, liegen jedoch nach wie vor in den  mangelhaften hygienischen Zuständen begründet. Es ist daher dringend davon abzuraten öffentliche Toiletten zu benutzen, ungekochtes Leitungswasser zu trinken und rohe Speisen zu sich zu nehmen. Die Reisegäste sollten sehr häufig sich die Hände waschen / sterilisieren.

Weitere Informationen und Hinweise erhalten Sie auf der folgenden Seite: Impfungen für Rajasthan Reisen !

 

Klima und Reisezeiten:

Rajasthan ist eine der trockensten Regionen in Indien. Die Sommersaison ist dabei die heisseste Jahreszeit. Sie erstreckt sich von April bis Juni und weist Tagesdurchschnittstemperatur von etwa 38 Grad Celsius auf. Im Juli beginnt die Monsoonzeit, in der die Temperaturen zwar um einige Grad Celsius fallen, dafür aber die Luftfeuchtigkeit steigt. 90% des gesamten Jahresniederschlages fallen in dieser Zeit. Der Nach-Monsun erstreckt sich von Oktober bis November, neben vereinzelten kurzen Schauern, kommt es hier zu Temperaturen von rund 33 Grad Celsius. Die Wintersaison reicht von Oktober bis März und gilt gemeinhin als beste Reisezeit, da mit angenehmen Temperaturen um die 20 Grad und kaum Niederschlag zu rechnen ist. In den Höhenlagen können die Temperaturen jedoch Nachts auch schon einmal unter 0 Grad Celsius sinken. Mehr Informationen über das Klima in Rajasthan finden Sie hier: Klima in Rajasthan !

 

Kleidung und Reisegepäck:

Die Wahl der Kleidung hängt natürlich in erster Linie von der jeweiligen Reisezeit ab. Im Allgemeinen sollte man in den heißen Sommermonaten zu leichter Baumwollkleidung greifen, während in der Zeit zwischen Oktober und April auch ein paar dicke Pullover in den Koffer gehören. In jedem Fall ist festes Schuhwerk angebracht, da die Straßenverhältnisse in keinster Weise mit denen in Europa zu vergleichen sind. Obwohl in den Großstädten Indiens westliche Kleidung schon lange zum täglichen Straßenbild gehört, ist es vor allem für den Besuch von Tempeln und anderen Heiligtümern wichtig, eine gewisse Kleiderordnung einzuhalten. So sollten Schultern und Knie stets bedeckt sein und Damen sollten überdies ein Kopftuch griffbereit haben. Des Weiteren empfehlen wir einen ausreichenden Sonnnenschutz (Creme, Kopfbedeckung etc.) und eine Standardreiseapotheke einzupacken. Neben Ihren persönlichen Medikamenten sollte diese vor allem Mittel gegen Magen-Darmbeschwerden, Schmerztabletten, Desinfektions- sowie Insektenspray enthalten. Falls Sie vergessen haben etwas im Reisegepäck mitzunehmen, helfen Ihnen unsere Fahrer / Reiseführer gerne vor Ort.

 

Zeitdifferenz:

Die  Zeitverschiebung zwischen Indien und der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt + 4.5 Stunden (während der europäischen Sommerzeit nur + 3,5 Stunden)

 

Währung und Zahlungsmöglichkeiten:

Die offizielle Währung des Landes ist die Indische Rupie (INR). Den aktuellen Wechselkurs können Sie unter: Indische Währung abrufen. Sowohl die Einfuhr als auch die Ausfuhr von Rupien ist gesetzlich verboten. Devisen ab einem Betrag von 5000 USD pro Person (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Gängige Währungen wie Euro oder US-Dollar, können aber problemlos überall in Indien getauscht werden. Ferner können Sie mit allen gängigen EC- und Kreditkarten (Maestro, Visa, MasterCard) Geld an den örtlichen Bankautomaten abheben. Obwohl hierbei oftmals Gebühren anfallen, sind die Kurse der Banken in der Regel sogar besser als die der Hotels und Wechselstuben. Da Besuch der Bank mit viel Zeitaufwand verbunden ist, lohnt es sich nur für größere Beträge wie z. B. ab 200 Euro. Unsere Reiseführer geben Ihnen gerne Tips, wo Sie während Ihrer Rajasthan Reise gute Wechselkurse bekommen können.

 

Sicherheitshinweise:

Generell gilt Indien als sicheres Reiseland. Wie überall auf der Welt, sollte man dennoch ein paar einfache Grundregeln beachten um Problemen aus dem Weg zu gehen. So sollten Sie vor allem Nachts vorzugsweise mit Ihrem ortskundigen Guide oder Fahrer unterwegs sein oder zumindest seine Ratschläge beherzigen. Wertsachen  (Pässe, größere Bargeldsummen, Schmuck, etc.) sollten grundsätzlich im Zimmersafe aufbewahrt werden und wenn möglich nicht öffentlich zur Schau gestellt werden.

 

Allgemein Wissenswertes:

Verhaltentips und allgemeine Information für Touristen in Rajasthan erfahren Sie auf folgender Webseite von uns: Allgemein Wissenswertes

 

Referenzen und Kontakt:

Weitere Allgemeine Information und die Antworten der meist gestellten Fragen zu Indien Reisen erfahren Sie bitte auf folgender Seite von uns: Reisetipps Rajasthan. Gerne können Sie auch einen Blick auf unsere Referenzen werfen und die Meinungen und Erfahrungen der Kunden lesen, die bereits mit uns gereist sind. Falls noch Unklarheiten bestehen, steht unser Team Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte senden Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen uns unter unseren Büro Nummern sowie auch kostenlos über Skype (Name: indo-vacations) an. Auf Wunsch rufen wir Sie umgehend auf Ihrem Festnetzanschluss zurück. Zudem können Sie auch gerne direkt Kontakt mit Herrn Sanjeev Minglani (Geschäftsführer) aufnehmen. Herr Minglani hat in Deutschland studiert und viele Jahre in Europa gelebt. Er spricht fließend Deutsch und ist mit westlicher Mentalität sehr gut vertraut. Sie werden sich bei ihm wohl fühlen !

 

Teilnahmebedingungen:

Ca. 10 Wochen vor Beginn der  Reise geben wir Ihnen Bescheid, wie viele Teilnehmer sich für diese Reise angemeldet haben (da der Preis der Reise zu Ihrem Vorteil abhängig von der Teilnehmerzahl variiert). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass die angegebenen Preise nicht für eine Person im EEZ gelten.

 

Reiserücktrittsbedingungen:

Für eine ausführliche Darstellung unserer Rücktrittsbedingungen & Allgemeine Geschäftsbedingungen wechseln Sie  bitte auf die folgende Seite: Reisebedingungen ! Falls Sie an einer Reiserücktrittskostenversicherung interessiert sein sollten, so bieten wir Ihnen diese in Zusammenarbeit mit einem europäischen Versicherungsunternehmen unter folgendem Link an: Versicherungen !

 

Zahlung:

Mit Eingang einer festen Buchung wird eine Anzahlung in Höhe von 30% des ausgeschriebenen Reisepreises fällig. Der restliche Betrag ist spätestens eine Woche vor Reisebeginn zu begleichen, kann bar auch erst nach Ihrer Ankunft in Indien in bar oder mit Reisechecks (dazu benötigen wir eine Kopie Ihres Passes und des indischen Visums) beglichen werden. Als Zahlungsmethode empfehlen wir  hierfür eine einfach Direktüberweisung auf unser Bankkonto.   Weitere Information zur Zahlung und unsere Bank Details erhalten Sie unter folgendem Link: Zahlungen an Indo Vacations, Indien !

 

Ist der fällige Reisepreis bis zum vertraglich vereinbarten Reisetermin nicht vollständig bezahlt, wird Indo Vacations von der Leistungspflicht frei und kann die entsprechenden Rücktrittskosten verlangen. Darüber hinaus möchten wir auf folgende Besonderheiten hinweisen:


1. Bei Zahlungen per Kreditkarte muss eine zusätzliche Gebühr von 3.5 % der Gesamtsumme erhoben werden, da dieser Betrag von dem entsprechenden Kreditkarteninstitut abgezogen wird, bevor das Geld unser Konto erreicht.


2. Eventuelle Kosten für eine Auslands Banküberweisung sind vom Sender selbst zu tragen. Bitte stellen Sie daher sicher, dass Ihre Bank direkt überweisen kann und keine weiteren Vermittler-Bank-Gebühren bei der Überweisung zu Ihrem Lasten abgezogen werden.

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Rajasthan (Indien) Reisebericht aus dem Jahre 1974

Teils mit Belustigung, teils mit Wehmut denke ich an mein Indienbild, das ich im Augenblick meiner Ankunft in jenem Land aufgeben mußte. Belustigung rührt von der Naivität, mit der ich dieses Bild entworfen hatte, Wehmut vom Verlust der Naivität. Dabei habe ich nicht einmal eine genaue Erinnerung an das, was mir damals vorschwebte. Etwas Schwebendes war es, unklar, unwirklich, doch nicht märchenhaft. Was gab es da? Die Briefmarken mit der Ballettänzerin, die ich in allen mir damals erdenklichen Farben im Album meines Großvaters fand. Die Tänzerin war, wie sich später herausstellte, die Landkarte Indiens. Lange danach, als ich auch die unvermeidlichen Zauberer im Maharajakostüm, den ,,Tiger von Eschnapur‘‘ und ähnlichen Firlefanz hinter mir hatte, bekam ich Pubertätskontakte mit Leuten, die ich für so sehr erfahren hielt, daß ich ihnen, obwohl sie nie in Indien waren, alles über ihr Rauschgift- und Heilslehreparadies glaubte. Indien rückte dabei ferner, denn es waren ausschließlich die Leute, die mich faszinierten. Wir hörten Ravi Shankar; ich kaufte mir eine Sitar, um meinerseits imponieren zu können. London kam mir nicht so indisch vor wie heute. In einem Zugabteil, draußen zogen Vororte Brüssels vorbei, bestätigten zwei Inder einander in der Meinung, daß es dort so aussehe wie in Bombay mit Ausnahme des Wetters und ich dachte bei mir ,Wenn es in Bombay so aussieht mit Ausnahme des Wetters, dann kann mir Bombay gestohlen bleiben‘. An mehr erinnere ich mich nicht. Ob ich die Fotos von Margaret Bourke-White aus Kalkutta schon von oder erst nach meiner ersten Reise gesehen, mich Wasserbäuche mehr an Indien oder eher an Afrika erinnert hatten, ob Lübcke vor dem Taj Mahal nicht doch eindrucksvoller gewesen war als das Bauwerk im Hintergrund, ich krame in meiner Erinnerung vergeblich danach.

Ich bin dann auf klassische Art im VW-Bus und klassischer Route über die Türkei, den Iran und Afghanistan nach Indien gefahren. Nach Indien, weil das Geld für Amerika nicht gereicht hätte. Damals wußte ich nichts über Tramperklassik bis auf das, was ein gewisser Pauli nach einem spendierten Tuborg auf dem Parkplatz in Istanbul ausplauderte. ,,Und wenn Ihr keine Lust habt, home zu fahren, schreibt Ihr den Alten, die Pässe wären verschneit. Kennt Ihr den da drüben? Der hat für ’nen Shop Teetassen im Bus. Kartonweise. ’ne Mordsgaudi bei den Straßen. Und in Lahore geht Ihr in den Puff. Das ist Kultur, Leute! Die tanzen Dir vor der Nase und dann steckste Ihnen’ ne Rupie oben oder unten ’rein und dann tanzen sie weiter.“ In Persien kam uns ein Bus mit Mekkapilgern entgegen, vollgestopft, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. Kennzeichen: Indien. Fröhlich winkten uns die zu, die außen am Bus klebten. Von Indien nach Mekka auf dem Trittbrett war für mich ein neuer Lebensaspekt. Eine pakistanische Zeitung berichtete, daß in Indien auf jeden Menschen zehn Ratten kämen und das sei in Anbetracht der Tatsache, daß es etwa so viele Inder gebe wie Ratten in Pakistan, entschieden zuviel. Die Rechnung fand ich damals amüsant, weil ich das Verhältnis der Einwohnerzahlen von 60 Millionen Pakistanis zu 600 Millionen Indern kannte. Doch  ich hatte bereits gelernt, daß man den propagandistischen Absichten der Journalisten mit solcher Logik so wenig hätte zuliebe rücken können wie der Rattenpopulation. Auch in Indien vermißte ich das, was ich Logik nannte. Verständnis brachte ich selten auf. Was wollten die Gaffer, die uns beim Reifenwechsel zusahen? Warum waren die Straßen so eng, daß man jedem Lastwagen auf den Seitenstreifen ausweichen mußte? Wer hatte zu verantworten, daß die Dampfwalze, die uns fast das Leben gekostet hätte, nachts unbeleuchtet auf der Straße stand? Allmählich wuchs mein Haß, und vielleicht wurde er besiegelt, als mir in Delhi, ich war gerade aus dem Wagen gestiegen, um nach Weg zu fragen, ein Vogel zwischen Auge und Brillenglas zu scheißen wagte.

War ich allzu unbedarft? Dieses Jahr 1974 brachte Indien eine der schwersten Hungerkatastrophen der letzten Jahrzehnte. Frau Gandhi hatte erst kürzlich in der Öffentlichkeit zugegeben, daß es im Land überhaupt Armut gebe, und hatte ihr den Kampf angesagt. Indien stand ein Jahr vor dem Ausnahmezustand. Ich tappte blind in dieser Kulisse umher, haßte das Land immer noch.

Als ich ausgezehrt und krank heimkam, begann ich, mich nach der Faszination dieses Landes zu fragen. Sicher war ich nicht der erste, der Indien haßte. Hatte nie jemand davon berichtet, wollte niemand an die Berichte glauben? Wer oder was erhob Indien zum Wunderland?

Vieles weht aus Zeiten herüber, als Indien noch am Rande der bekannten Welt lag. Gold, Edelsteine, Gewürze und Elfenbein spuken in den Köpfen, Reiche aus 1001 Nacht, Maharajas und Fakire. Reisende beschrieben das Land und kannten bei Übertreibungen oft kein Maß, denn wer würde ihren Spuren schon folgen? Einiges war so phantastisch, daß man es sich schon nicht mehr ausdenken konnte. Da gab es ein Land mit Kasten, heiligen Kühen, Tierkrankenhäusern, da wurden Witwen bei lebendigem Leib verbrannt. Davon wurde in solcher Art berichtet, daß niemandem die Möglichkeit blieb, etwas von sich selbst in dieser Fremdartigkeit zu entdecken. In den Ländern der heiligen Inquisition, dort, wo nach 3. Mose 11,3 unter den Tieren gerade das gegessen wurde, was die Klauen spaltet und wiederkäut, blieb nur befremdetes Kopfschütteln.

Amerikas Kulturen waren zerstört worden, ohne daß man sich ihrer zuvor überhaupt bewußt geworden wäre; Afrikas Kulturen waren zu zersplittert, zu unscheinbar. In Westasien hatte der Islam die alten Zivilisationen überdeckt und war selbst, spätestens als er vor den Toren Wiens stand, allenfalls ein Schreck gespenst. Wenn man von Europa unabhängige Kulturen anerkannte, dann die Chinas und Indiens. Tatsächlich haftet gerade diesen beiden Ländern ein besonderer Mythos an. Wissen-schaftler interessierten sich für Indien. Religionen und Philosophien wurden beschrieben, Fauna und Flora erkundet und Wörterbücher verfaßt. Zu spät für das Volk, das sich sein
Indienbild bereits zurechtgerückt hatte und es Generation weitervererbt, es weiter ausschmückt und, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auch nicht den Veränderungen des Landes anpaßt. Unglücklicherweise werden Ausnahmen gerade dann gemacht, wenn dies der eigenen Überheblichkeit dient: Elend und Schmutz schienen bald untrennbar mit Indien verbunden. Dem Bild vom märchenhaften Reichtum gegen-übergestellt, liefern sie einen Beweis für das Klischee von den Gegensätzen des Landes und machen damit einen Teil des Begriffes vom ,,Wunder Indien“ aus.

Je mehr ich aber nach Antworten suchte, desto mehr verfiel ich selbst der Faszination. Einige meiner B
eobachtungen in Indien wertete ich als einen anders nicht zu verwirklichenden Blick ins Mittelalter. Dann war da das mir so fremde Stetige, die Ruhe im quirlenden Leben. Und Abenteuer hatte es gegeben, nicht jeder Tag war im voraus kalkulierbar gewesen. Ich begann, von den guten Seiten Indiens zu erzählen, über die Erzählungen nachzudenken, unter neuem Blickwinkel zu verstehen, was ich unter dem alten nicht verstehen konnte, und schließlich wünschte ich mir, neue Rätsel gestellt zu bekommen – in Indien.

Bis heute ist das Thema nicht fade geworden. Jede Reise nimmt mir Altes und gibt mir Neues. Vielleicht könnte dies jedes andere Land ebenso gut leisten, aber inzwischen ist es nun einmal Indien, dem ich so viel verdanke. Dem Schock Kalkutta meine erste Erzählung, dem Berg Kedarnath einen neuen Naturbegriff, den Eisenbahnfahrten den Sieg über Langeweile und Ungeduld – um nur eine bescheidene Auswahl zu treffen.

Ich habe versucht, das als Lüge zu entlarven, was als Mythos Indien jeden Reisenden in die Irre zu führen droht. Was bisher unerwähnt blieb, ist die Lüge von der Kultur Indiens, dem Inder. Indien ist allein wegen seiner Größe so vielgestaltig, daß es sich niemals unter Sammelbegriffe stellen läßt, die für das gesamte Land Gültigkeit hätten. Viele Erfahrungen wären durchaus auf andere Staaten übertragbar, so zum Beispiel die, daß man das Rätsel eines fremdartigen Verhaltens plötzlich begreift, wenn man das Fremde als wesensgleich mit dem Vertrauten erkennt.

Es scheint, daß etliche Reisende – und davon wollen wir uns nicht ausschließen – bei ihrer Vorstellung von indischer Landschaft durch ein Märchenbild vorbelastet sind, das Reisende früherer Jahrhunderte geprägt haben. Tatsächlich war einst der gesamte Subkontinent von dichten Wäldern bedeckt, in denen es eine Fülle wilder Tiere gab. Von dieser Landschaft ist aber nicht viel geblieben. Wen wundert es, leben doch etwa 450 Millionen Inder, also rund drei Viertel der Bevölkerung, von der Landwirtschaft, die überall auf der Erde landschaftliche Veränderungen erzwingt!

Wir sprachen darüber mit einem Reisenden, der von seinem Märchenbild nicht gerne lassen wollte. Wir wiesen ihn auf Hunderte von abwechslungslosen Kilometern durch die Gangesebene, auf das trostlose Einerlei des Dekkhans in der Trockenzeit hin, und wären dabei jederzeit bereit gewesen, ihm zuzugeben, daß es abseits der Hauptstraßen dennoch viel zu entdecken gibt. Er entgegnete jedoch, daß es an Straße stets etwas zu sehen gebe, mal ein Ochsengespann, mal eine bunte Tracht oder einen Bauern bei der Arbeit, und darum gebe es in Indien überhaupt nirgends uninteressante Landschaft. Ich frage mich, was wohl die Bauern dazu sagen würden, wenn man sie als ,,Landschaft“ bezeichnet!

Weniger kleinlich betrachtet, hat die Aussage dennoch ihre Berechtigung. Bei der Beurteilung indischer Landschaft, so sehr sie den Reisenden oft ermüden mag, müssen wir unbedingt das einbeziehen, was in der Landschaft geschieht – es geschieht fast immer etwas. Kleine Erlebnisse machen selbst das öde, fast menschenleere Westrajasthan unvergeßlich. So sehen wir auch die Berechtigung, unsere Erlebnisse zu erzählen und durch sie die Landschaft wirken zu lassen, selbst dann, wenn nachfolgende Reisende die Landschaft mit gänzlich anderen Erlebnissen auch anders beurteilen werden als wir.


Bei den von uns ausgewählten Strecken haben wir uns darum bemüht, die wichtigsten Städte Rajasthans miteinander zu verbinden; bei den in den Stadtbildern beschriebenen Sehenswürdigkeiten soll neben dem kunstgeschichtlichen Hintergrund auch der momentane Zustand oder Verwendungszweck eines Bauwerks Erwähnung finden, damit der Bezug zum heutigen Indien deutlicher wird. Sehenswürdigkeiten, die uns unwichtig erschienen, werden nur kurz genannt. Es ist v
öllig überflüssig, den Besucher Rajasthans darauf hinzuweisen, sich nicht ausschließlich mit den Sehenswürdigkeiten des Landes zu befassen: wie überall in Indien wird er ganz zwangsläufig neben seiner Rolle als staunender Betrachter auch die eines Teilnehmers am indischen Leben zu spielen haben. Für die im Kastenwesen Verhafteten wird er Kastenloser sein, für den städtischen Mittelstand das Maß des eigenen Wohlstands, für den Marktschreier ein Prüfstein seiner Geschäftstüchtigkeit, und er wird mit seinem fremden Aussehen und seinen Sitten oft das Gespött der Leute sein.

Unsere erste Reiseroute durch Rajasthan führt uns von Delhi in südwestlicher Richtung entlang einer 692 km langen Gebirgskette: die Aravallis (,,Grenzgebirge‘‘). Die Aravallis sind Teil der Wasserscheide zwischen Arabischem Meer und Golf von Bengalen. Von ihrer Bedeutung als Klimafaktor wird später noch die Rede sein. Als eines der ältesten Faltengebirge der Erde, das bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium der Erosion steht, präsentiert es sich längst nicht mehr in so majestätischen Höhen wie es sich Gebirgsfreunde wünschen würden. Im Norden steigen allenfalls vereinzelte Hügel kaum mehr als 200 m über dem Plateau auf. Dennoch wirken diese Hügel bei weitem höher, geradezu unerreichbar. Heutige Siedlungen finden sich oft am Fuß alter Festungshügel. Burgen und Jagdschlösser aus der Zeit der Rajputenfürsten sind auf etlichen Hügeln erhalten, doch haben seit dem Ende der Kleinkriege unter den Clans die wenigsten der Festungen noch eine Bedeutung, weder für die Bevölkerung noch für den Tourismus.

Erst südlich von Ajmer verdichtet sich die Gebirgslandschft und erreicht im Distrikt Udaipur sowie im angrenzenden Sirohi Höhen von über 1000 Metern. Dieses Gebiet erhält den höchsten Niederschlag in ganz Rajasthan und ist daher weitaus fruchtbarer als das übrige Land. Hierhin flohen nach der Niederlage von Chittorgarh die Fürsten von Mewar und hielten in dem von ihnen errichteten Udaipur den Widerstand gegen die Moghulherrscher aus Delhi aufrecht. Heute ist Udaipur wegen der Paläste der Ranas und der in der Umgebung angelegten Stauseen eines der wichtigsten Touristenziele Indiens.

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